Rotary stellt Jugenddienst Dienstleistungen vor

Donnerstag, 18. Juni 2015 12:15-13:30, Seehotel Waldstätterhof Brunnen
Webseite: http://www.rotaryswissyep.ch/
Referenten/innen: Rot. Roland Giger, RC Gösgen-Niederamt, Präsident Distriktskommission 1980 Rotary Jugendaustausch
Veranstalter:
  • Matthias Ehrler

Programmchef M. Ehrler begrüsst alle zum heutigen Lunch mit Vortrag, im speziellen Rot. Roland Giger, RC Gösgen-Niederamt.

Unser Referent, Rot. Roland Giger konnte dank des sehr speditiven Services im Waldstätterhof seinen Dessert vor dem Referat verspeisen. Vielen Dank an die heutige Crew. Matthias lernte Roland Giger vor einem Monat in Luzern kennen. Ausschlaggebend für das heutige Referat sei Sashas Austausch gewesen. Matthias wollte wissen, welch grosses Engagement sich hinter einem solchen Austausch verbirgt.

Roland Giger stellt uns die drei Programme vor:
- Langzeitaustauschprogramm
- Family-to-Family Projekt
- Camps – Gruppenlager

Langzeitaustauschprogramm

Dauer: 10 – 12 Monate
Zielgruppe: Schüler und Studentinnen zwischen 16 und 18 Jahren
Wohnform: Schülerinnen und Studenten wohnen bei einer bis maximal 4 Familien. Die Wunschform sind 3 Familien, damit die Schüler/Studentinnen verschiedene Lebensgrundlagen kennen lernen
Schule: Die Austauschpersonen werden in die Gymnasien integriert. Der Club hat Kontakt zur Schule und organisiert den Austausch.
Anzahl: Im Jahr 1993/94 gab es 11, im Jahr 2013/14 gab es 114 In- und 113 Outbound-Schüler/-innen
Ziel: 110 Austauschstudenten/-innen, denn es braucht enorm viel Betreuung

Innerhalb des Rotarys ist der Jahresaustausch der bekannteste Austausch im Jugendprogramm.

Die Schüler/-innen müssen von sich aus aktiv werden in Bezug auf Anmeldungen, Länderprioritäten, Schulbeurlaubung, Vorstellung im Club, Gastsprache lernen und weiteres.

Die Austauschstudenten werden durch den Jugenddienst geprüft, es werden Interviews geführt, auch mit der Familie und dann erst folgt die Anmeldung. Clubintern werden Abklärungen getroffen bezüglich Schule, Familien mit den von der Person bezeichneten Länderprioritäten.

In Olten findet jeweils eine Country Fair statt, wo sich die Länder vorstellen.

Die Jungen werden vom Jugenddienst für den Austausch geschult. Sie sind als Rotary-Ambassador unterwegs und müssen sich an die Ziele und Regeln von Rotary halten.

Weiter werden sie auf die Reise vorbereitet. Meistens findet der Austausch von Juli bis Juli statt, das variiert allerdings nach Gastland. Auch hier hilft der Distrikt, man ist grundsätzlich flexibel und kann auch von Januar bis Dezember.

Bei Problemen hilft ein Outboud-Koordinator. Evtl. muss auch die Kommission beigezogen werden. Es findet immer ein Debriefing mit den Jungen statt, damit der Distrikt Verbesserungen machen kann. Probleme liegen meistens bei den Schulen, in der Schweiz insbesondere wegen der Mundart. 

Die Austauschstudenten bekommen einen Blazer, wo sie alle ihre Erinnerungen dranhängen können. Jeder Austauschstudent wird automatisch Mitglied bei Rotaract.

Bei einem Inbound wird die Schülerin einem Club zugeteilt, dann müssen via Club die Gastfamilien und die Schule gesucht werden. Die Rechte und Pflichten werden festgehalten. Es wird darauf geachtet, dass man den Erwartungen des Schülers gerecht werden kann. Der Termin wird vereinbart und der Sprachvorbereitungskurs im Heimatland. Am Flughafen werden die Schüler/-innen abgeholt. Sie werden in den Club eingeladen für einen Vortrag, evtl. noch in der Muttersprache. Es kommen jeweils Schüler/-innen aus 20 Ländern an.  

Im Sommer dauert der Einführungssprachkurs im Land 3-4 Wochen, im Winter sind es 14 Tage in einem Intensiv-Sprachcamp. So lernen sich die Schüler/-innen untereinander kennen.

Bisher gab es jeweils ein GA pro Schüler/-in, was dazu ausartete, dass sie an den Wochenenden quer durch die Schweiz reisten und im Zug Partys machten. Jetzt werden nur noch Tageskarten vergeben. Rund 1/3 der Schüler/-innen machen einen Zusatzsprachkurs und erwerben ein Zertifikat.

Es gibt klare Leitlinien für die Gastfamilien, denn diese haben die Verantwortung als Gasteltern. Der Gastclub hat die Verantwortung für die Integration. Zudem hat jeder Schüler eigene Zielsetzungen, welche er erreichen möchte.

Es gibt 6 Regeln, die 6 D’s, welche unbedingt eingehalten werden müssen:
- No Drinking
- No Driving
- No Drugs
- No Dating
- No Body Decoration
- No illegal Downloading

Die Jugendlichen sehen sich oft. So gibt es ein Matterhorn-Weekend, wo wiederum ein Debriefing mit dem District ansteht, für die Januar Inbounds findet dies im August im Tessin statt. Über das Jahr verteilt finden diverse Aktivitäten statt, wo sich alle Austauschstudenten der Schweiz sehen.


Familiy-to-Family (Austausch von zwei Jugendlichen zwischen zwei Familien)

Dauer: je 3 Wochen während den Sommerferien
Alter: zwischen 15 und 18 Jahre


Camps – Gruppenlager

Dauer: 10 – 20 Tage
Alter: zwischen 15 und 24 Jahre
Form: Europaweiter Austausch, in der Schweiz findet es im Camp im Tessin statt
Anzahl: pro Land höchstens 2-3 Personen


Organisation

Der Governorrat als Delegiertenversammlung ist das oberste Gremium. Darunter steht der Vereinsvorstand, welcher sich um die In-/Outbounds kümmert bezüglich Schul-Koordination. Im Vorstand sind auch Chairpersonen und Delegierte. Pro District gibt es eine Kommission, welche sich um die Gastfamilien kümmert. Zudem gibt es eine Geschäftsstelle.

Die Jugendaustauschkommission in den Distrikten kümmert sich um folgendes:
- Organisieren der Fahnenparade
- Organisieren und umsetzen der Camps
- Hilfe bei Grossanlässen
- Zwischengespräche mit den Studenten führen (ca. nach 5 Monaten)
- Hilfe bei Präsentationen

Struktur im Club

Hier gibt es einen YEP (Youth Exchange Officer) und einen Counsellor. In unserem Club ist bezüglich Austausch ein grosser Erfahrungsschatz vorhanden, es ist auch eine grosse Herausforderung für Thomas und Franziska.

Kosten

CHF 150 Sackgeld pro Monat
CHF 800 für GA oder Halbtax mit Tageskarten
CHF 1000 für Einladungen im Club
CHF 800 für Schulbücher, etc.
CHF 100 für Gebühren und Aufenthaltsbewilligung

Das Budget liegt bei CHF 4'500 bis 5'000 pro Austausch.
Hinzu kommen die Kosten der Eltern, welche CHF 3'000 beisteuern müssen.

Keine andere Austauschorganisation kann so viel bieten wie der Rotary. Darum lohnt es sich für die Austauschstudenten immer.

Es müssen jeweils ca. 5 – 8% der Schüler/-innen wieder nach Hause geschickt werden wegen fehlender Integration oder Fehlverhalten.

Rot. M. Ehrler verdankt den spannenden Vortrag mit einem Geschenk und schliesst nach ein paar Fragen das Meeting um 13.40 Uhr.